Seminare 2021

Die Preisträgerseminare 2021 sind für Oktober und Dezember angedacht, 
stehen aber unter dem Vorbehalt einer günstigen Entwicklung der 
Corona-Pandemie. Gegebenenfalls werden Ersatzformate in Betracht gezogen.

Graphentheorie (voraussichtlich 10. - 13. Oktober in Hechingen)
Leitung: Brigitte Liebelt, Dr. Torsten Tok

Geometrie (voraussichtlich 6. - 9. Dezember in Wernau)
Leitung:  Clemens Hauser, Dr. Birgit Schillinger    

Für den Oktober sind zweitägige Juniorstarterseminare für Sechstklässler 
geplant (unter Vorbehalt).

Seminare 2020

Alle Seminare im Jahr 2020 mussten pandemiebedingt leider entfallen.



Seminare 2019

Die Preisträgerseminare 2019 finden im April und Mai statt.

Stochastik
Leitung:  Dr. Gerhard Metzger
              Torsten Rupf    
Weil der Stadt           8. April  -11. April 2019

Leitung: Brigitte Liebelt
             Torsten Tok
Hechingen    26. - 29. Mai 2019

Im Oktober folgen zwei Juniorstarterseminare für Sechstklässler.


Seminare 2018

Auch 2018 fanden wieder zwei Seminare für die Preisträger des Landeswett-
bewerbs Mathematik statt.

Stochastik
Leitung:  Dr. Gerhard Metzger
              Torsten Rupf    
Weil der Stadt           4. Juni  - 7. Juni 2018

Einen Bericht über das Seminar findet man hier  .


Zahlentheorie
Leitung: Brigitte Liebelt
             Torsten Tok
Hechingen    6. - 9. Mai 2018


Juniorstarterseminare
Auch 2018 fanden wieder zwei Juniorstarterseminare statt.




Allgemeines zu den Seminaren

Zielsetzung
Mit den mathematischen Seminaren verfolgen wir drei Ziele:

          oder am Rande der Schulmathematik

          gelagerten Interessen

          und mit Grenzbereichen der Mathematik durch Vorträge

Mathematische Inhalte und Arbeitsweise
Die Themen werden so gewählt, dass die erforderlichen Vorkenntnisse aus der
Schulmathematik möglichst gering sind. Zusätzlich werden die Arbeitsmaterialien
so aufgebaut, dass anfängliche Unterschiede rasch aufgefangen werden.

Einige der Themen waren:
Problemlösestrategien (vollständige Induktion, Schubfachprinzip, Extremalprinzip,
Invarianzprinzip, Ungleichungen)
Zahlentheorie (Rechnen mit Kongruenzen, Satz von Fermat, Eulersche phi-Funktion,
Diophantische Gleichungen, Verschlüsselung)
Geometrie (Randwinkelsatz mit seinem Umfeld, Goldener Schnitt, Abbildungen und
Ornamente, Flächensätze, Inversion am Kreis)
Wahrscheinlichkeitsrechnung
Topologie (Graphen, Knoten)
Logik

Das charakteristische Merkmal der Seminarwochen liegt aber nicht im mathematischen
Inhalt, sondern in der Arbeitsweise. Begünstigt durch einen großzügigen Zeitrahmen und
losgelöst vom 45-Minutentakt des Unterrichts versuchen wir, die Schüler selbst
schöpferisch tätig werden zu lassen. Dieses Ziel ist ein wesentliches Kriterium bei der
Wahl des Themas.

Bei der Abfassung der Arbeitsblätter geben wir deshalb außer den Übungsaufgaben zur
Vertiefung der neuen Inhalte auch offene Fragestellungen (Forschungsaufträge) vor.
Diese Strategie gestattet es, die unterschiedlichen Arbeitsgeschwindigkeiten auszugleichen.
Außerdem ermuntern wir die Seminarteilnehmer, die Problemstellungen gegebenenfalls
arbeitsteilig in kleinen Gruppen zu behandeln und selbständig zu vertiefen. Das zentrale
Ziel besteht nicht in der Vermehrung von reproduzierbaren Wissen, sondern in der
Aneignung von Wegen, Wissen zu erwerben.

Jede Arbeitsphase umfasst einen Zeitraum von ca. drei Zeitstunden. In einer kurzen
Einführung von 20 bis 30 Minuten werden die Schüler auf die Problemstellung vorbe-
reitet und ziehen sich dann für etwa 1½ Stunden in Einzel - und Gruppenarbeit zurück.
Jede Seminarwoche enthält in der Regel fünf solcher Arbeitsphasen. Während dieser
Arbeitsphasen stehen die betreuenden Lehrer für die Beantwortung von Fragen bereit.
Sie werden dabei von zwei älteren Schülern bzw. Studenten unterstützt. Diese Tutoren-
tätigkeit wird von (ehemaligen) Teilnehmern der Seminare sehr gerne übernommen.
Nach jeder Arbeitsphase werden die Ergebnisse im Plenum diskutiert. Dadurch wird
sichergestellt, dass alle Teilnehmer die erforderlichen Vorkenntnisse für die weitere
Arbeit haben.

Durch diese Arbeitsweise bedingt, ist der Ablauf der Seminarwoche nicht perfekt planbar.
Man muss auf Überraschungen inhaltlicher und didaktischer Art gefasst sein. Dass sich
die einzelnen Gruppen während dieser Phase sehr unterschiedlich entwickeln, nehmen wir
in Kauf. Trotz der Risiken möchten wir im Grundsatz an dieser Arbeitsweise festhalten.
Sie erweitert und verändert für viele Teilnehmer das Bild, das sie zuvor von der Mathematik
hatten. Die gemeinsame Arbeit an einer mathematischen Problemstellung ist für die Schüler
eine neue, beeindruckende Erfahrung. Gleiche Erfahrungen bei den Seminaren für die
Preisträger am Bundeswettbewerb zeigen, dass solche Veranstaltungen auch für bereits
erfolgreiche, mathematisch begabte Schüler sinnvoll sind.


  
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Umfeld und Rahmenprogramm
Die Seminare führen wir in Bildungshäusern meist kirchlicher Träger in verschiedenen
Regionen Baden-Württembergs durch. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden
vom Kultusministerium und vom Förderverein übernommen, so dass für die Schüler nur die
Fahrtkosten und das Taschengeld anfallen.

Neben der Mathematik kommt auch das gesellige Beisammensein sowie sportliche und
musikalische Unternehmungen nicht zu kurz. Diese Unternehmungen fördern den Kontakt
zwischen den Teilnehmern und sind somit wichtige Bestandteile der Seminartage. Sie
unterstützen ebenso das wechselseitige Kennenlernen wie Schülerreferate über ihre
mathematischen Arbeiten oder ausgefallene Hobbys. Die Bandbreite dieser Schülerreferate
reichte z. B. bei einer der zurückliegenden Veranstaltungen von einer Einführung in das
GO-Spiel, über Schach, bis zu Zwei - und Dreiecken auf der Kugeloberfläche,
Verschlüsselungsmethoden und Origami. Die Teilnehmer werden stets auch gebeten,
Musikinstrumente bzw. Noten fürs Klavier mitzubringen, was bei dem angesprochenen
Seminar dazu führte, dass am Abschlussabend Klarinette, Flöte, Geige, Trompete und
mehrfach Klavier zur Unterhaltung beitrugen.

Während der Seminartage wird der Bedarf nach einem Gedankenaustausch mit gleich-
gesinnten und ähnlich begabten Jugendlichen spürbar. Die Erfahrung, dass sie nicht trotz,
sondern wegen ihrer mathematischen Interessen von Gleichaltrigen als Gesprächspartner
angenommen werden, ist für viele Teilnehmer neu. Diese sich bietende Chance wird
intensiv genutzt. Sie machen die Nacht zum Tage, ohne dass dadurch die Belastbarkeit
für die Arbeit am vorgegebenen mathematischen Thema leidet. Mehrfach haben sich
auch schon Gruppen von Seminarteilnehmern auf eigene Initiative getroffen oder
sind zumindestin Kontakt geblieben.

Neben diesen Aktivitäten der Teilnehmer möchten wir den Jugendlichen bei jedem Seminar
durch einen Vortrag, eine Führung oder eine Fahrt Anregungen aus dem kulturellen Bereich
geben, um damit die vielfältigen Begabungen anzusprechen und die Persönlicheitsbildung zu
fördern. In diesem Rahmenprogramm finden dann auch regionale Besonderheiten Beachtung.

Besuch im Kiepenheuer-Institut auf dem Schauinsland
Führung in und am Freiburger Münster zum Thema Mathematik am Bau
Führung im Kloster Bronnbach und Besucheiner Hammerschmiede
Führung in einer Orgelfabrik in Weikersheim
kunsthistorische Fahrt zu verschiedenen Werken von Matthias Grünwald
Gesprächskreis zum Thema "Der erste Weltkrieg in Presse und Literatur"
Besuch der Kepler-Sternwarte in Weil der Stadt